Webbrowser FAQ

Ein kleines Q&A zu Webbrowsern.

Q: Was macht ein Webbrowser überhaupt?

A: Der Webbrwoser ist die Schnittstelle zwischen dem Computer des Nutzers und dem Webserver. Er stellt die vom Webserver gelieferten Daten dar und ermöglicht so das Surfen im World Wide Web.

 

Q: Welche Browser gibt es denn überhaupt?

A: Heute gibt es drei große Gruppen von Browserenginges, also dem Programmkern eines Browsers:

  • Trident-basierte Browser (Internet Explorer, Avant)
  • Gecko-basierte Browser (Mozilla Firefox, K-Meleon, Camino, Epiphany, Flock und SeaMonkey)
  • KHTML/Webkit-basierte Browser (Konqueror, Safari und Chrome)
  • Opera steht mit seiner Presto-Engine gesondert da.

Selbstverständlich gibt es noch weitere Browser aber sie haben einen verschwindend geringen Marktanteil und meist nur Spezialanwendungen (wie z.B. Lynx als textbasierter Browser).

 

Q: Warum kommt bei mir so eine komische Meldung am oberen Fensterrand wenn ich auf diese Seite gehe?

A: Sie benutzen einen veralteten Webbrowser, schlimmstenfalls den Internet Explorer 6. Aktualisieren Sie unbedingt Ihren Browser, nicht nur um Webseiten korrekt darzustellen sondern vor allem aus Sicherheitsgründen!

 

Q: Welcher Browser ist der Beste?

A: Das ist Geschmackssache. Wer Wert auf Geschwindigkeit legt nimmt Chrome, bietet allen Komfort von tausenden Erweiterungen. Ich benutze Firefox fürs Alltagsbrowsen und Webentwicklung, den Chromium-basierten SRWare Iron fürs schnelle Surfen zwischendurch. Opera und Safari sind auch recht schnell, aber nicht so gut erweiterbar. opera bringt dafür von Haus aus viele Funktionen mit, beispielsweise einen E-Mail-, Chat- und BitTorrent Client.

 

Q: Welcher Browser ist der Schnellste?

A: Definitiv Google Chrome, wobei Opera dicht dran ist. Safari ist auch recht schnell und Firefox wird mit jeder Version schneller, hinkt aber doch ständig hinterher. Der Internet Explorer ist ab Version 8 mäßig schnell. Futuremark hat mit dem Peacekeeper Benchmark einen aktuellen Leistungsbenchmark für Browser geschaffen. Einfach mal laufen lassen dann sieht man wie schnell der eigene Browser im Vergleich ist.

 

Q: Welcher Browser ist der Sicherste??

A: Firefox mit NoScript Erweiterung. Fast alle Angriffe aüber den Browser kommen über JavaScript und Plugins wie Flash. NoScript blockiert alle Scripte und schaltet damit den Großteil der Angriffsmöglichkeiten aus. Für den Nutzer wird es etwas unkomofrtabler, aber mit einem oder zwei Klicks hat man die gewünschten Inhalte schnell frei geschaltet und unerwünschte (wie z.B Werbung) bleiben blockiert. Ansonsten gilt die Regel: je aktueller um so sicherer. Hier liegt Chrome vorne, der sich selbständig aktualisiert.

 

Q: Welcher Browser ist der Beste für Webentwickler?

A: Firefox, vor allem durch die Firebug-Erweiterung. Aber auch andere Erweiterungen wie Colorzila, diverse HTML-Validatoren helfen enorm bei der Webentwicklung. Für Chrome gibt es immer mehr Erweiterungen, PageSpeed (gibt es auch für FF) das hauseigene Tool von Google ist natürlich dabei. Opera nenne seine Erweiterungen Widgets und bekommt auch immer mehr nützliche dazu.

 

Q: Kann der Internet Explorer denn gar nichts?

A: Er kann nichts was andere Browser nicht besser könnten. Auch die neuste Version 9 erreicht nicht die Leistung der Konkurrenz.

 

Q: Welcher Browser ist der beliebteste bei Normalnutzern?

A: Momentan geht es mit dem Internet Explorer stetig bergab. In Deutschland hat Firefox seit einiger Zeit schon weitaus mehr Marktanteile (>50%) als der IE, auch International hat der IE die 50%-Grenze unterschritten, Firefox liegt stabil bei ca 30% und Chrome gewinnt ständig an Prozenten (derzeit 10-12%). vor allem aufgrund seiner Geschwindigkeit.

 

Q: Warum hassen Webentwickler den IE6?

A: Die kurze Antwort lautet: Der IE6 ist veraltet und Entwickler müssen für ihn ständig Sonderlösungen einbauen.

Etwas ausführlicher gesagt:

Der IE6 ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Als Microsoft den Browserkrieg mit Netscape gewonnen hatte sahen die Redmonder keinen Handlungsbedarf in Sachen Browserentwicklung mehr. Warum denn auch, mit 95% Marktanteil und keinem ernsthaften Konkurrenten in Sicht?

Im Browserkrieg hatten beide Seiten statt Fehler zu beheben einfach neue Features eingesetzt und so instabile und löcherige Browser geschaffen die sich nicht um Webstandards scherten. Netscape verschwand, der IE6 mit all seinen Problemen blieb. Auch als Mozilla auftauchte und dem IE schnell Markanteile abknüpfte blieb eine Reaktion Mircosofts aus. Gekoppelt mit Windows 2000 und XP war der IE6 jahrelang der Standardbrowser der Massen und machte sie anfällig für Angriffe aus dem Netz. So weit zur Vorgeschichte. jetzt zum eigentlichen Problem:

Webentwickler habe zwei Primärziele: Webseiten auf allen Browsern gleich gut aussehen zu lassen und sie schnell zu machen. Für beides werden ständig neue Techniken entwickelt und standardisiert, zuletzt in HTML5. Um diese Standards zu unterstützen muss der Browser ständig aktualisiert werden. Durch die Koppelung des IE6 mit Windows XP und den Millionen von illegalen Windows-Versionen die im Umlauf sind, sowie dem langsamen Updateprozess von Microsoft wird der IE6 aber leider oft nicht aktualisiert. Andere Browser wie Firefox prüfen bei jedem Start auf neue Versionen und aktualisieren sofort oder lassen den Nutzer gar nichts mehr von der Aktualisierung merken (wie Chrome).

Ein Ende des IE6 ist mittlerweile in Sicht. Viele große Webseiten, darunter YouTube und iTunes, haben ihn vollständig verbannt und auch Microsoft hat mittlerweile dem IE6 den Kampf angesagt. Bleibt nur zu hoffen, dass die letzte Bastion des IE6, Firmen mit Windows 2000-Rechnern auf denen keine neuere IE-Version läuft, endlich einstürzt.

 

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